Anschaffungen finanzieren: Wann sich ein Kredit lohnt

Die Waschmaschine gibt den Geist auf, der Zahnarzt nennt eine vierstellige Summe, die Küche ist seit zwanzig Jahren dieselbe. Wer Anschaffungen finanzieren will, steht selten vor einer reinen Geldfrage, sondern vor einer Abwägung: Wie dringend ist das, und was kostet mich das Warten im Vergleich zum Kredit? Auf dieser Seite findest du für die acht häufigsten Anschaffungen eine Einschätzung, dazu einen Vergleich der Finanzierungswege und ein Rechenbeispiel, mit dem du deinen eigenen Fall durchgehen kannst.

Vorweg die unbequeme Hälfte der Antwort: Bei einem erheblichen Teil der Fälle ist der Kredit die schlechtere Wahl. Nicht weil Kredite grundsätzlich schlecht wären, sondern weil viele Anschaffungen aufschiebbar sind und Sparen dann schlicht billiger ist. Diese Seite verkauft dir keinen Kredit. Sie hilft dir zu erkennen, ob du überhaupt einen brauchst.

Drei Fragen, bevor du Anschaffungen finanzieren lässt

Ob sich zum Beispiel eine Finanzierung einer neuen Küche lohnt, entscheidet sich an drei Punkten. Wenn alle drei in dieselbe Richtung zeigen, ist die Antwort eindeutig. Zeigen sie auseinander, brauchst du das Rechenbeispiel weiter unten.

Anschaffungen finanzieren: neue Küche bar bezahlen oder auf Raten kaufen

1. Wie dringend ist die Anschaffung?

Die Trennlinie verläuft zwischen Ersatz und Wunsch. Eine kaputte Waschmaschine in einem Vierpersonenhaushalt ist nicht aufschiebbar, ein Zahnersatz mit Schmerzen ebenso wenig. Eine Küche, die funktioniert und nur nicht mehr gefällt, ist es sehr wohl. Frag dich konkret: Was passiert, wenn ich acht Monate warte? Lautet die Antwort „nichts, außer dass es mich ärgert“, ist Sparen der günstigere Weg.

2. Wie hoch ist der Betrag?

Unter etwa 1.000 Euro lohnt ein Ratenkredit selten. Die Zinskosten sind zwar absolut gering, aber kleine Summen bekommst du oft zu vergleichsweise schlechten Konditionen, weil der Bearbeitungsaufwand der Bank gleich bleibt. Zwischen 1.000 und 2.000 Euro ist es eine Rechenfrage. Über 2.000 Euro ist ein Ratenkredit fast immer besser als der Dispo und häufig besser als die Händlerfinanzierung.

3. Trägt dein Haushalt die Rate dauerhaft?

Nicht die Frage, ob du die Rate im nächsten Monat zahlen kannst, sondern ob du sie über die gesamte Laufzeit trägst, auch wenn die Nebenkostenabrechnung kommt oder das Auto in die Werkstatt muss. Als Orientierung gilt: Alle Kreditraten zusammen sollten spürbar unter einem Drittel deines Nettoeinkommens bleiben. Wie viel bei dir realistisch ist, rechnest du im Kreditrechner nach.

Ein Warnsignal, das du ernst nehmen solltest: Wenn du die Rate nur schaffst, indem du die Laufzeit auf das Maximum streckst, ist die Anschaffung zu teuer für deine aktuelle Situation. Eine niedrige Rate löst kein Budgetproblem, sie verteilt es nur auf mehr Jahre und macht es unterm Strich teurer.

Rechenbeispiel: Küche für 8.000 Euro

Zahlen machen die Entscheidung leichter als jedes Prinzip. Nehmen wir eine Küche für 8.000 Euro und zwei Wege.

Weg A, Ratenkredit über 48 Monate. Bei einem effektiven Jahreszins von 7,99 Prozent zahlst du rund 194 Euro im Monat. Über vier Jahre summiert sich das auf etwa 9.320 Euro. Die Küche kostet dich also gut 1.320 Euro mehr als der Preis im Schaufenster. Dafür kochst du ab dem ersten Monat darin.

Weg B, ansparen. Legst du dieselben 194 Euro monatlich zurück, hast du die 8.000 Euro nach etwa 41 Monaten beisammen, Zinsen auf dem Tagesgeldkonto noch nicht eingerechnet. Du wartest also knapp dreieinhalb Jahre und sparst 1.320 Euro.

Die eigentliche Frage lautet damit nicht „Kredit ja oder nein“, sondern: Sind mir dreieinhalb Jahre frühere Nutzung 1.320 Euro wert? Bei einer Küche, in der du täglich stehst, kann die Antwort ehrlich Ja lauten. Bei einer Anschaffung, die vor allem hübsch ist, eher nicht.

Die Faustformel dazu: Teile die Zinskosten durch die Anzahl der Monate, die du früher nutzt. Im Beispiel sind das 1.320 Euro geteilt durch 41 Monate, also rund 32 Euro pro Monat vorgezogener Nutzung. Wenn dir die Küche das wert ist, finanziere. Wenn nicht, spare. Diese eine Zahl beantwortet die Frage besser als jede allgemeine Regel.

Die acht häufigsten Anschaffungen im Überblick

Jede Anschaffung hat ihre eigene Logik. Hier die Kurzeinschätzung, ausführlich jeweils im verlinkten Ratgeber.

Küche: 5.000 bis 15.000 Euro

Die klassische Abwägung. Küchenstudios bieten eigene Finanzierungen an, die selten günstig sind, sich aber gut verhandeln lassen: Wer bar zahlt, bekommt oft drei bis fünf Prozent Nachlass. Rechne diesen Nachlass gegen die Zinskosten, dann wird die Sache eindeutig. Details unter Küche finanzieren oder bar bezahlen.

Zahnersatz: 2.000 bis 10.000 Euro

Medizinisch meist nicht aufschiebbar, deshalb steht die Sparoption oft gar nicht zur Debatte. Bevor du einen Kredit aufnimmst, sprich mit der Praxis über Ratenzahlung und prüfe den Festzuschuss deiner Krankenkasse plus Bonusheft. Wer sein Bonusheft zehn Jahre lückenlos geführt hat, bekommt deutlich mehr erstattet. Mehr unter Kredit für Zahnersatz.

Möbel: 1.000 bis 5.000 Euro

Der Bereich mit den meisten Nullprozentangeboten und deshalb der mit den meisten Fallstricken. Die Zinsfreiheit ist häufig in den Kaufpreis eingerechnet, und der Nachlass bei Barzahlung verrät dir, wie viel. Nachzulesen unter Möbel auf Raten kaufen.

Führerschein: 2.000 bis 4.000 Euro

Eine Investition, die sich beruflich rechnen kann, gerade bei Pendelstrecken ohne Bahnanschluss. Die Fahrschule zahlst du in Etappen, damit verteilt sich die Belastung ohnehin über Monate. Ein Kredit lohnt vor allem dann, wenn der Führerschein Voraussetzung für eine Stelle ist. Details unter Führerschein finanzieren.

Hochzeit: 5.000 bis 20.000 Euro

Die emotional schwierigste Position auf dieser Liste. Nüchtern betrachtet ist eine Hochzeit vollständig planbar und damit vollständig ansparbar. Wer für ein einziges Fest fünf Jahre lang Raten zahlt, startet die Ehe mit einer Belastung, die im dritten Jahr niemand mehr romantisch findet. Mehr unter Hochzeit finanzieren.

Renovierung: 3.000 bis 30.000 Euro

Hier lohnt sich die Prüfung von Fördermitteln vor jedem Kreditvergleich. Für energetische Maßnahmen gibt es Zuschüsse und zinsvergünstigte Darlehen der KfW sowie regionale Programme. Ein normaler Ratenkredit ist erst die zweite Wahl. Details unter Renovierung finanzieren.

Umzug: 1.000 bis 5.000 Euro

Der Posten, der regelmäßig unterschätzt wird, weil die Kaution zusätzlich zur alten Miete fällig wird. Drei Monatsmieten plus Spedition plus Renovierung der alten Wohnung ergeben schnell einen vierstelligen Betrag zu einem Zeitpunkt, an dem das Konto ohnehin angespannt ist. Mehr unter Umzug finanzieren.

Waschmaschine und andere Elektrogeräte: 300 bis 1.500 Euro

Für diese Beträge ist ein Ratenkredit meist überdimensioniert. Sinnvoller sind ein aufgelöstes Tagesgeldpolster, eine kurzfristige Ratenzahlung beim Händler oder im Zweifel ein gutes Gebrauchtgerät. Mehr unter Waschmaschine finanzieren oder sparen.

Drei weitere Fälle behandle ich separat, weil sie aus dem Muster fallen: Laptop auf Raten kaufen, Urlaub auf Kredit und Tierarztkosten finanzieren.

Ratenkredit, Nullprozent, Dispo oder Sparen

Vier Wege stehen dir offen, und sie unterscheiden sich deutlich mehr, als die Werbung vermuten lässt.

Anschaffungen finanzieren: Ratenkredit, Nullprozentfinanzierung, Dispo und Sparen im Vergleich

Kriterium Ratenkredit Nullprozent beim Händler Dispo Sparen
Zinskosten Bonitätsabhängig, vergleichbar Formal null, oft im Kaufpreis versteckt Regelmäßig zweistellig Keine, im Gegenteil
Wo du kaufst Überall, du zahlst bar Nur beim finanzierenden Händler Überall Überall
Verhandlungsposition Stark, Barzahlerrabatt möglich Schwach, Rabatt entfällt meist Stark Stark
Planbarkeit Feste Rate, festes Ende Feste Rate, festes Ende Keine Tilgungspflicht, läuft oft jahrelang Volle Kontrolle
Typischer Einsatz Ab etwa 2.000 Euro Möbel, Elektronik, Küchen Kurzfristige Überbrückung, wenige Wochen Alles Aufschiebbare
Hauptrisiko Zu lange Laufzeit gewählt Aufschlag im Kaufpreis nicht bemerkt Dauerzustand statt Überbrückung Anschaffung verschleppt sich
Empfehlung Erste Wahl bei nicht aufschiebbaren Anschaffungen ab 2.000 Euro Nur wenn der Barzahlerpreis identisch ist Nur für wenige Wochen, sonst umschulden Erste Wahl bei allem, was warten kann

Der Vergleich zwischen Ratenkredit und Nullprozentangebot lässt sich mit einer einzigen Frage entscheiden: Was kostet der Artikel, wenn ich bar zahle? Ist der Barzahlerpreis niedriger, ist die Finanzierung nicht kostenlos, du zahlst die Zinsen nur über den Kaufpreis. Ist er identisch, ist die Nullprozentfinanzierung tatsächlich die günstigste Option, die es gibt.

Beim Dispo ist die Sache eindeutig. Er ist als kurzfristige Überbrückung gedacht und dafür bequem, aber die Zinssätze liegen regelmäßig im zweistelligen Bereich und damit weit über jedem Ratenkredit. Wenn dein Konto seit Monaten im Minus steht, ist der richtige nächste Schritt nicht eine weitere Anschaffung, sondern die Umschuldung.

So findest du die günstigste Finanzierung

1

Betrag realistisch festlegen

Nicht den Katalogpreis, sondern die Summe inklusive Lieferung, Montage, Entsorgung des Altgeräts und Anschlussarbeiten. Bei Küchen liegt der tatsächliche Betrag regelmäßig zehn bis zwanzig Prozent über dem Angebotspreis.

2

Laufzeit an die Nutzungsdauer koppeln

Der Kredit sollte abbezahlt sein, bevor die Anschaffung ersetzt werden muss. Für eine Waschmaschine heißt das maximal drei Jahre, für eine Küche sind fünf bis sechs Jahre vertretbar. Nichts ist ärgerlicher, als für ein Gerät zu zahlen, das schon auf dem Wertstoffhof steht.

3

Angebote vergleichen

Die Konditionsanfrage über ein Vergleichsportal ist Schufa-neutral und kostenlos. Du kannst sie beliebig oft stellen, ohne deinem Score zu schaden. Wie das genau funktioniert, steht auf der Seite Kredit vergleichen.

4

Das beste Angebot der Hausbank vorlegen

Viele Institute ziehen nach, wenn ein konkretes Konkurrenzangebot auf dem Tisch liegt. Das kostet dich ein Telefonat und kann mehrere hundert Euro sparen.

Was kostet deine Anschaffung wirklich?

Trag Betrag und Laufzeit ein und schau dir an, wie hoch die Rate tatsächlich ausfällt. Die Anfrage ist Schufa-neutral, du gehst keine Verpflichtung ein und kannst danach immer noch entscheiden, dass Sparen der bessere Weg ist.

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Werbelink. Ich erhalte eine Provision, wenn über den Vergleich ein Kredit zustande kommt. Für dich entstehen keine Mehrkosten, und die Provisionshöhe beeinflusst nicht, was auf dieser Seite steht.

Fünf Fehler, die beim Finanzieren teuer werden

1. Nach der Rate statt nach den Gesamtkosten auswählen

Dieselbe Küche über 84 statt 48 Monate fühlt sich monatlich um gut 70 Euro leichter an und kostet am Ende deutlich mehr. Die Rate sagt dir, ob du zahlen kannst. Der Gesamtbetrag sagt dir, was du zahlst.

2. Die Restschuldversicherung ungeprüft mitnehmen

Sie wird beim Abschluss oft wie eine Selbstverständlichkeit präsentiert und verteuert den Kredit spürbar. Die Leistungsausschlüsse greifen häufig genau bei den Vorerkrankungen, wegen derer man sie abschließen würde. Prüfen ja, reflexhaft unterschreiben nein.

3. Den Barzahlerrabatt verschenken

Wer beim Händler finanziert, verliert die Verhandlungsposition. Drei Prozent Nachlass auf 8.000 Euro sind 240 Euro, die du gegen die Zinskosten rechnen musst. Wer über einen Ratenkredit bar zahlt, behält diesen Hebel.

4. Mehrere kleine Finanzierungen parallel laufen lassen

Küche beim Studio, Fernseher beim Elektromarkt, Handy beim Anbieter: Einzeln wirkt jede Rate harmlos, zusammen ergeben sie eine Belastung, die niemand mehr überblickt. Führe sie zusammen, bevor sie dir über den Kopf wachsen.

5. Finanzieren, obwohl das Geld da ist

Solange dein Tagesgeld weniger Zinsen bringt, als der Kredit kostet, verlierst du beim Finanzieren Geld. Ausnahme: die eiserne Reserve von drei Nettomonatsgehältern. Die bleibt unangetastet, dafür ist sie da.

Repräsentatives Beispiel nach § 17 PAngV: Nettodarlehensbetrag 10.000 €, Laufzeit 60 Monate, gebundener Sollzins 7,71 % p. a., effektiver Jahreszins 7,99 %, monatliche Rate 201,36 €, Gesamtbetrag 12.081,60 €. Der tatsächliche Zinssatz hängt von deiner Bonität ab.

Alle Ratgeber zu diesem Thema

Küche finanzieren oder bar bezahlen?

Barzahlerrabatt gegen Zinskosten, mit Rechenweg für deinen eigenen Fall.

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Kredit für Zahnersatz

Festzuschuss, Bonusheft, Ratenzahlung in der Praxis und wann sich ein Kredit lohnt.

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Möbel auf Raten kaufen

Woran du erkennst, ob eine Nullprozentfinanzierung wirklich null Prozent kostet.

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Führerschein finanzieren

Wann sich die Investition beruflich rechnet und welche Wege es neben dem Kredit gibt.

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Hochzeit finanzieren

Warum ein planbares Fest der schlechteste Anlass für einen Kredit ist.

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Renovierung finanzieren

Fördermittel prüfen, bevor du einen Kredit vergleichst.

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Umzug finanzieren

Kaution, Spedition, doppelte Miete: die Kosten, die regelmäßig unterschätzt werden.

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Waschmaschine finanzieren

Kleine Beträge, große Zinsunterschiede: Wann ein Kredit überdimensioniert ist.

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Häufige Fragen

Ab welchem Betrag lohnt sich ein Ratenkredit?

Als Orientierung ab etwa 2.000 Euro. Darunter sind die Konditionen oft vergleichsweise ungünstig, weil der Bearbeitungsaufwand der Bank unabhängig von der Summe anfällt. Für kleinere Beträge sind eine kurzfristige Ratenzahlung beim Händler oder das Auflösen von Erspartem meist die bessere Lösung.

Ist eine Nullprozentfinanzierung wirklich kostenlos?

Manchmal. Der Test dauert eine Minute: Frag nach dem Preis bei sofortiger Barzahlung. Liegt er unter dem Finanzierungspreis, zahlst du die Zinsen über den Kaufpreis. Ist er identisch, ist das Angebot tatsächlich zinsfrei und dann die günstigste Finanzierung überhaupt.

Soll ich zweckgebunden oder frei finanzieren?

Zweckgebundene Kredite für Auto oder Modernisierung sind oft etwas günstiger, weil die Bank eine Sicherheit hat. Dafür musst du die Verwendung nachweisen und bist weniger flexibel. Bei Anschaffungen wie Küche oder Möbel ist der Kredit zur freien Verwendung meist der praktikablere Weg.

Was ist besser: kurze Laufzeit mit hoher Rate oder umgekehrt?

So kurz, wie dein Haushalt es dauerhaft trägt. Kürzere Laufzeiten bedeuten weniger Zinsmonate und oft auch einen besseren Zinssatz. Plane die Rate aber mit Puffer, denn eine Zahlungsstörung schadet dir mehr als ein Jahr längere Laufzeit.

Kann ich einen Kredit vorzeitig zurückzahlen?

Ja. Bei Verbraucherdarlehen darfst du jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig tilgen. Die Bank darf dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, die gesetzlich gedeckelt ist: höchstens ein Prozent des zurückgezahlten Betrags, bei einer Restlaufzeit unter zwölf Monaten höchstens ein halbes Prozent.

Mein Fazit

Anschaffungen finanzieren oder ansparen: Haushaltsbudget mit Sparplan berechnen

Wer Anschaffungen finanzieren will, sollte in dieser Reihenfolge vorgehen: erst prüfen, ob die Anschaffung aufschiebbar ist, dann die Zinskosten in Euro pro Monat vorgezogener Nutzung umrechnen, und erst danach Angebote vergleichen. Wer mit Schritt drei anfängt, findet zwar einen günstigen Kredit, beantwortet aber nie die Frage, ob er ihn braucht.

Bei nicht aufschiebbaren Anschaffungen ab 2.000 Euro ist der verglichene Ratenkredit fast immer die beste Wahl: günstiger als der Dispo, flexibler als die Händlerfinanzierung und mit einem festen Enddatum. Bei allem, was warten kann, gewinnt das Sparen. Diese Reihenfolge ändert sich nicht, egal wie das Zinsniveau gerade steht.

Bereit für den Vergleich?

Wenn du die Entscheidung getroffen hast und finanzieren willst, hol dir mehrere Angebote statt eines. Der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot liegt im Schnitt bei rund drei Prozentpunkten.

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